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AEROSTAR 1200 unterwegs in Russland -
Ein Praxisbericht von Christian Kowalczyk

Christian Kowalczyk ist Betriebsleiter bei R.L. Bryansk in Russland. In seinem Fuhrpark befindet sich seit diesem Frühjahr auch ein AEROSTAR 1200. Er hat uns seine Erfahrungen nach der ersten Saison mit unserem Hackstriegel erläutert und kurz den Betrieb R.L. Bryansk vorgestellt. Herzlichen Dank für die Einblicke, die sicher für alle unsere Kunden und Partner sehr interessant und aufschlussreich sind!


Die Freundschaft zwischen Christian Kowalczyk und der Firma Einböck hat sich aus der früheren Tätigkeit von Kowalczyk bei Eko Niva ergeben – aus mehreren Besuchen in Russland, aber auch Treffen auf verschiedenen Messen und Veranstaltungen hat sich der Kontak intensiviert und aus der Geschäftsbeziehung ergab sich eine Freundschaft.

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Wir freuen uns deshalb umso mehr, dass wir Christian seit diesem Frühjahr auch zu unseren Kunden zählen können. Für den Betrieb R.L. Bryansk hat er von unserem Händler Agrozentr Liski (Niederlassung in Bryansk) einen AEROSTAR 1200 erworben. Hauptsächlich wurde der Striegel im Winterweizen zum Anregen der Bestockung und zum Brechen der harten Bodenkrusten eingesetzt. So wird die Verdunstung von wertvollem Bodenwasser verhindert. Der Einsatz in der Sommergerste war leider nur kurz möglich, da auf Grund der Wetterbedingungen die Striegelsaison heuer relativ kurz war. Allerdings zeigten die Versuche, dass der erzielte Effekt zur Regulierung von Senf und Kreuzblütlern äußerst zufriedenstellend war.
Von den geplanten 2.200 ha konnte der AEROSTAR 1200 in 10 Tagen nur ca. 1.500 ha bearbeiten, was aber noch immer beeindruckende 150 ha / Tag ergibt. Leider ließ die Witterung einen längeren Einsatz des Striegels nicht zu.Der Betrieb R.L. Bryansk liegt in der Region Bryansk in Westrussland, direkt an der ukrainischen Grenze. Von den 24.000 ha werden derzeit 20.000 ha aktiv bearbeitet, die restlichen 4.000 ha sind Brache und werden derzeit rekultiviert. Als Hauptfüchte werden Winterweizen, Sommergerste, -raps und Erbsen kultiviert, Lupinen und Sonnenblumen ergänzen die Fruchtfolge.
Besonders beeindruckend ist der Maschinenpark des pfluglos wirtschaftenden Betriebes – pro 1.800 ha hat der Betrieb nur einen Großtraktor (d.h. 2 x 430 PS, 11 x 320 PS) im Einsatz. Die flache Bodenbearbeitung wird von drei 12 m Kurzscheibeneggen erledigt (bis zu 15.000 ha / Stk / Jahr), zur tiefen Bodenbearbeitung stehen zwei 7 m Grubber (bis zu 8.000 ha / Stk / Jahr) zur Verfügung.Hauptaugenmerk in der Bewirtschaftung liegt auf der Regulierung des Wasserhaushaltes (600 mm Jahresniederschlag machen Wasser zu einem raren Gut), daher auch die Entscheidung für ein Mulch-Saat-System. Weiters ist man derzeit beschäftigt, die Flächen einzuebnen um die Bodenerosion einzudämmen.
Soweit möglich erfolgt nach der Ernte eine flache Bodenbearbeitung, um Ausfallgetreide zum Auflaufen anzuregen und Restfeuchte im Boden zu halten. Wo die Flächen noch nicht eben genug sind, erfolgt gezwungenermaßen eine tiefere Bearbeitung mit dem Grubber auf 15 – 20 cm. Soweit möglich versucht man, Felder die im Frühjahr bestellt werden sollen, bereits im Herbst zur Aussaat fertig zu machen.
Eine flache Bodenbearbeitung ist bei Sommerraps nötig, da dieser relativ spät ausgesät wird – bei diesem Arbeitsgang sind Einebnung, Unterbrechung der Kapillaren und mechanische Unkrautkontrolle wichtig.

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